Merkmale und Regeln des Spiels (Aus: Offizielle Beach-Volleyball
Spielregeln, Schorndorf 1998)
- Beach-Volleyball ist eine
Sportart, bei der sich 2 Teams mit je 2 Spielern auf einem durch ein Netz
geteilten Sand-Spielfeld gegenüberstehen. Der Ball wird (kann) mit allen
Körperteilen gespielt (werden).
- Ziel des Spiels ist für jedes
Team, den Ball regelgerecht über das Netz auf den Boden der gegnerischen
Spielfeldhälfte zu bringen und zu verhindern, dass er in der eigenen
Spielfeldhälfte zu Boden fällt.
- Der Ball wird von einem
Aufschlagspieler ins Spiel gebracht. Er führt den Aufschlag aus, indem er
den Ball mit der Hand oder einem Arm über das Netz in die gegnerische
Spielfeldhälfte schlägt.
- Ein Team hat das Recht, den Ball
dreimal zu schlagen, um den Ball in die gegnerische Spielfeldhälfte
zurückzuspielen.
- Einem Spieler ist es nicht
gestattet, den Ball zweimal hintereinander zu schlagen (außer wenn er
blockt oder beim ersten Schlag).
- Der Spielzug dauert so lange,
bis der Ball den Boden berührt, "aus" geht oder es einem Team
nicht gelingt, ihn ordnungsgemäß zurückzuspielen.
Beach-Volleyball-Regelgrundlagen - Unterschiede zum Hallenvolleyball
1.
Die Einspielzeit auf dem Wettkampffeld beträgt 5 Minuten
2.
Es gibt keine Rotations- und Positionsfehler
3.
Der Mitspieler des Aufgabespielers darf dem Gegner weder den
Aufgabespieler noch die Flugbahn des Balles durch einen Sichtblock verdecken.
Auf Anfrage des Gegners müssen sie sich seitwärts bewegen.
4.
Der Block zählt als erste Ballberührung, nach einer Blockberührung
sind nur noch zwei weitere Berührungen möglich. Dies ist ein sehr wichtiger
Unterschied, denn wie auch in der Halle muss der zweite Ball technisch
einwandfrei gespielt werden. Auch wenn der Blockspieler den Ball nur leicht
touchiert, ist es die erste Ballberührung.
5.
Pritschen zum Gegner ist nur im rechten Winkel (senkrecht) zur
Schulterachse erlaubt, außer wenn der Spieler zu seinem Mitspieler spielen will
und der Ball unbeabsichtigterweise zum Gegner fliegt.
6.
Der Lob ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht mit
der sogenannten offenen Hand über das Netz gespielt werden, sondern nur mit den
Fingerknöcheln (poke shot).
7.
Der erste Ball darf bei einem hart geschlagenem
Angriff einen Moment lang mit den Fingern im oberen Zuspiel gehalten werden.
Die Aufgabe ist allerdings kein Angriff in diesem Sinn. Da es in der Halle
inzwischen üblich ist, die Aufgabe pritschender Weise anzunehmen, wird noch
einmal darauf hingewiesen, dass dieses im Beachbereich nicht erlaubt ist,
sofern es technisch nicht einwandfrei ist.
8.
Das Eindringen in den Spielraum, das Spielfeld oder die Freizone
des Gegners ist nur dann erlaubt, wenn dieser nicht in seinem Spiel gestört
wird. Ein ”Übertreten” mit Gegnerberührung gilt in der
Regel als Fehler.
9.
Wenn sich ein ernster Unfall ereignet, während der Ball im Spiel
ist, muss der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen. Der Spielzug wird
dann wiederholt. Dem verletzten Spieler wird pro Satz eine
Wiederherstellungszeit von 5 Minuten gewährt.
10.
Tritt während des Spiels eine äußere Beeinträchtigung auf, wird
das Spiel unterbrochen und der Spielzug wiederholt.
Regelinterpretationen und Regeländerungen
Spielen des Balles / Abwehr
- Der Ball darf mit jedem Teil des
Körpers gespielt werden – Ausnahme: Aufschlag.
- Der Ball muss geschlagen werden,
er darf nicht gehalten oder geworfen werden. Ausnahme: Zur Verteidigung
gegen einen hart geschlagenen Angriffsball. In diesem Fall kann der Ball
kurz mit den Fingern im oberen Zuspiel gehalten werden. Dies gilt auch,
wenn der Block den Ball nicht wesentlich entschärfen konnte. Ein gutes
Entscheidungskriterium, ob es ein harter Schlag war, ist u.a. die
Reaktionszeit, die der Abwehrspieler hatte, um den Ball zu spielen.
- Der Ball darf mehrere
Körperteile berühren, wenn dies gleichzeitig geschieht.
- Beim ersten Schlag eines Teams
darf der Ball nacheinander Kontakt mit verschiedenen Körperteilen haben,
vorausgesetzt, diese Kontakte erfolgen in einer Aktion. Ausnahme: Der
erste Kontakt erfolgt mit den Fingern im oberen Zuspiel, und es handelt
sich nicht um einen harten Schlag des Gegners (z. B. Aufschlag).
Spielverzögerung
- Überschreiten der 12 Sekunden
zwischen den Ballwechseln ohne Erlaubnis – „Überlange“ Diskussionen über
Schiedsrichterentscheidungen.
- Bei der ersten Verzögerung gibt
es eine Verwarnung. (gelbe Karte)
- Die zweite und jede folgende
Verzögerung in demselben Satz wird mit einer roten Karte bestraft
(Spielzugverlust).
Auszeiten
- Jedes Team hat eine Auszeit á 30
Sekunden pro Satz.
- Die Dauer der Auszeit kann nicht
verkürzt werden. Die 30 Sekunden starten, wenn die Spieler das Spielfeld
verlassen haben (bei normaler Geschwindigkeit).
Aufschlag Es ist kein Fehler, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz
berührt und (innerhalb der Antennen) in das gegnerische Feld fliegt.
Skala der Sanktionen
- Verwarnungen erfolgen zukünftig
durch das Zeigen einer gelben Karte!
- Grobe Unsportlichkeiten werden
mit einer roten Karte geahndet (Spielzugverlust)!
- Alle weiteren Sanktionen treten
hoffentlich nie auf.
Rechte und Pflichten der Teilnehmer
- Die Teilnehmer müssen die Offiziellen
Beach–Volleyball–Spielregeln kennen und sie befolgen.
- Die Entscheidungen der
Schiedsrichter sind anzuerkennen. Im Zweifelsfall kann um eine Erläuterung
gebeten werden.